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Masken, Tänze und Gesänge

Gelbe und rote Gewänder flattern durch die Lüfte. Der Klang von Flöten, Trompeten, Becken und Mönchsgesang erfüllt den Platz. Mit Masken geschmückte Tänzer bewegen sich in ihren prachtvollen Gewändern zum Takt der Musik. Das erwartet Sie, wenn Sie z.B. ein Tshechu besuchen.

Tshechus sind die bedeutendsten religiösen Feste in Bhutan. Sie werden die in jeder Region Bhutans zu Ehren des großen Lehrers „Guru Rinpoche“ (Padmasambhava) veranstaltet, der im 8. Jahrhundert den Buddhismus von Tibet nach Bhutan brachte. Der Sage nach ritt er auf einem Tiger und landete auf einer Klippe in der Nähe von Paro, wo heute eines der berühmtesten Klöster Bhutans steht – Tigernest.

Das Wort „Tshechu“ bedeutet zehnter Tag des Mondkalenders. Deshalb finden diese Feste, die drei bis fünf Tage dauern, immer um den zehnten eines Monats statt. Jeder Distrikt hat sein eigenes Tshechu. Als Kulisse für diese Feste dienen die imposanten Dzongs. Das sind Klosterburgen, die sowohl als religiöses Zentrum genutzt werden, wie auch die Administration der Distrikte (Dzongkhags) beherbergen. Hier leben also Mönche und arbeiten Beamte am selben Ort.

Doch zurück zu den Festen. So fantastisch die Mythen klingen, so vielfältig und fantasievoll sind auch Zeremonien. Die furchteinflößenden Holzmasken, die bei den Tänzen getragen werden, sind wahre Kunstwerke! Das gleiche gilt für die farbenfrohen Kostüme. Jeder Tanz hat seine eigene Bedeutung, eine Geschichte aus vergangenen Tagen, die den Menschen zu Einsicht und Verständnis und damit zu einem besseren Karma verhelfen soll. Auch werden auf diesen Festen Segnungen von hohen Lamas gegeben. Deshalb bedeutet Tshechu im dem Land des Donnerdrachens, dass die Einheimischen – ganz gleich ob Jung oder Alt, ob Bauer oder Beamter – in ihren besten Kira‘s und Gho’s, der traditionellen Kleidung Bhutans, zum Ort der des Geschehens pilgern und dem Spektakel beiwohnen.

Etwas Besonderes auf solchen Festen sind die Atsaras (Clowns), die zwischen und während den Tänzen die Menschen mit ihren Späßen zum Lachen bringen. Mit ihren roten Masken und dem Phallus auf dem Kopf verspotten sie alles und jeden und machen so die Veranstaltung sehr kurzweilig.

Die Mischung aus Religiosität und Vergnügen ist einzigartig und das sind auch die Menschen in Bhutan. Wer einmal ein Tshechu miterleben durfte, wird die Eindrücke nie mehr vergessen.