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Zwischen Schluchten und Gipfeln

Hohe Berge und tiefe Täler wohin das Auge auch schaut. Das ist der erste Eindruck, den man erhält, wenn man Bhutan aus er Vogelperspektive betrachtet. Von dort sieht der Himalayastaat einmalig grün und fast unbesiedelt aus.

Im Norden (28,1 Breitengrad) stößt das kleine Königreich mit seinen gigantischen Bergen, die bis über 7.500 in den Himmel reichen, an Tibet (China). Im Süden grenzt Bhutan an das indische Tiefland (26,8 Breitengrad). Mit nur ca. 200 m ü.M. ist es dort subtropisch heiß. Die Geografie Bhutans ist auch der Grund für die Vielfalt, die dort anzutreffen ist. Aus den Gletschern des Himalayas wird das Land mit genügend Wasser versorgt. Deshalb wird Wasserkraft in Bhutan im großen Stil für die Energieerzeugung genutzt. Auch halten die Bergriesen die feuchte Luft, die aus dem Süden kommt, auf, was zu heftigen Regenfällen führen kann. Deshalb zählt Bhutans Flora und Fauna zu den artenreichsten der Welt.

In Bhutan fühlen sich Raubtiere wie Tiger, Schneeleoparden und Kragenbären genauso heimisch wie Yaks, Goldlanguren (Affen), Hornvögel, und eine Vielzahl wunderschöner Schmetterlinge. Besonders zu erwähnen sind die bulligen Takins (Budorcas taxicolor whitei), eine Ziegenart in Gnugröße, die eines der Nationaltiere Bhutans sind. Ebenso außergewöhnlich sind die seltenen Schwarzhalskraniche (Grus nigricollis). Dieser große Vogel lebt vorwiegend in den Hochebenen Chinas. Zum Brüten kommen mehrere Hundert Vögel dieser seltenen Art nach Bhutan, z.B. in das weite, offene Phobjikhatal. Ein erlebenswertes Ereignis!

Imposant ist aber auch die Vielfalt an Pflanzen, die es in Bhutan zu bestaunen gibt. Schon wenn man durchs Land fährt, fällt einem der üppige Bewuchs auf. Durch die oft tief eingeschnittenen Täler verstärkt sich dieser Eindruck. Neben den verschiedensten Nadel- und Laubbäumen schmücken buschige Rhododendren und grazile Orchideen die Landschaft. Auch ist Bhutan für die Vielfalt seiner Heilpflanzen bekannt. Etliche davon werden in der traditionellen Medizin verwendet.

Etwas ganz Besonderes ist der Raupenpilz (Ophiocordyceps sinsensis), der unter dem Namen Cordyceps bekannt geworden ist. Ihm werden Wunderheilungswirkungen zugeschrieben und er findet besonders in China reißenden Absatz. Das führt zu horrenden Preisen. Für ein Kilogramm werden auf dem Weltmarkt fünfstellige Beträge verlangt.

Ja, Bhutan ist grün und hat eine bezaubernde Tier- und Pflanzenwelt. Diese zu erhalten, ist in Bhutan ein Staatsziel. In der Verfassung ist verankert, dass mindestens 60 % der Landesfläche bewaldet bleiben müssen. Zurzeit sind es sogar mehr als 70 %. Und auch für den Schutz der Artenvielfalt wird erstaunlich viel getan. Fast die Hälfte der Landesfläche ist als Schutzgebiet (Nationalparks und Reservate) ausgewiesen worden.

In Bhutan protection of the environment is a serious topic. There is the reason why the kingdom’s carbon dioxide emission is lower that what is recovered by nature.